Ein wissenschaftlicher Artikel, der auf einer von EZA bei HIVA–KU Leuven in Auftrag gegebenen Studie basiert, wurde in der Fachzeitschrift Relations industrielles / Industrial Relations veröffentlicht. Die Studie untersucht, wie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände in die Ausarbeitung der „Territorial Just Transition Plans“ (TJTPs) eingebunden sind, die darauf abzielen, die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des ökologischen Wandels in den am stärksten betroffenen Regionen abzufedern.
Die Untersuchung analysiert die Erfahrungen in Österreich, Belgien und Frankreich, drei Ländern mit einer langjährigen Tradition des sozialen Dialogs. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Beteiligung der Sozialpartner trotz der EU-Vorgaben zur Einbeziehung der Interessengruppen nicht zwangsläufig zu einem maßgeblichen Einfluss auf die Politikgestaltung führt. Ihre Einbindung variiert erheblich zwischen den einzelnen Ländern und ist oft nur von begrenztem Umfang, was Fragen zur Wirksamkeit der partnerschaftlichen Steuerung bei der Verwirklichung eines gerechten Übergangs aufwirft.
Der Artikel von Anne Guisset, Noah Vangeel und Karolien Lenaerts wurde im Rahmen des EZA-Arbeitsprogramms zum Sozialen Dialog 2024/25 gefördert und ist als Open-Access-Publikation verfügbar.
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