EZA MAGAZINE

Plattformen

Wir von EZA arbeiten nicht nur bilateral mit unseren Partnern zusammen, sondern haben auch Plattformen begründet, in denen sich unsere Mitgliedszentren themenspezifisch untereinander austauschen und ganz spezielle Akzente in Ihrer Arbeit setzen wollen.

Internationale Plattform für Chancengleichheit (IPEO)

Kontaktperson: Heidi Rabensteiner (Arbeiter-, Freizeit- und Bildungsverein AFB).

Frauenpower tut der Entwicklung der Gesellschaft und des Gemeinwesens gut. Davon sind wir überzeugt. Und tatsächlich: Es bewegt sich was, europaweit. Immer mehr Frauen sind berufstätig, machen Karriere und besetzen Spitzenpositionen in öffentlichen Ämtern und in Verwaltungsräten. Das sind wichtige Vorbilder. Doch trotz formaler Gleichberechtigung bleibt noch viel zu tun, um den Grundsatz der Gleichstellung im Arbeitsmarkt umzusetzen. Die Stichwörter: Zugang zum Arbeitsmarkt, Lohngerechtigkeit, Karrierechancen, flexible Arbeitszeitregelungen. Eine angemessene soziale Absicherung muss die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegezeiten für die Rente beinhalten. Schließlich ist es notwendig, für Väter mehr Anreize zu schaffen, die familiäre Verantwortung mit den Müttern zu teilen. Als internationale Plattform leistet die IPEO zu diesen Themen Informationsarbeit und fördert durch eine jährliche Tagung den Meinungsaustausch. Unsere Zielgruppe sind Frauen aus dem EU-Raum, die im jeweiligen Land sich dafür einsetzen, Bewusstsein für die Rechte der Frauen am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft zu schaffen. Derzeit sind gewerkschaftliche und soziale Organisationen aus Italien, Österreich, Deutschland, Belgien, Serbien und Litauen. Wir sind bestrebt den Kreis zu erweitern und freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Internationale Plattform für Zusammenarbeit und Migration (IPCM)

Kontaktperson: Maria Reina Martin, FIDESTRA-Portugal

Das Thema dieser Plattform ist ein Dauerbrenner: denn es geht um nichts weniger, als um die Menschenwürde, die wir als Europäische Einrichtung als oberste Maxime anziehen. Gerade bei Flüchtlingen ist die häufig verletzt worden. Im erhofften Paradies Europa erwartet sie oft Ausbeutung und soziale Isolation. Dagegen möchten wir etwas unternehmen. Die IPCM wurde 2004 von EZA und einigen unserer Mitglieder gegründet und ist seit 2009 ein eigener Verein, der gerade in Südeuropa stark vertreten ist. Denn klar: Probleme der Migrationen gehen zunächst genau diejenigen Länder an, in die geflüchtete Menschen ankommen. Die Fragen, die wir uns hier stellen, sind wie wir zum Beispiel soziale Ausgrenzung von Migranten/innen beenden oder über das Instrument des sozialen Dialogs ein friedliches Zusammenleben fördern können. Dabei geht es uns vorrangig um Fortbildungs- und Kursangebote und einen stetigen Erfahrungsaustausch von unseren Mitgliedern. Derzeit sind 22 Organisationen aus Spanien, Italien, Portugal, Polen, Deutschland, Rumänien und Albanien als Vollmitglieder oder Beobachter dabei. Die IPCM ist aber offen für weitere Mitglieder, die unseren Arbeitsansatz und unsere Grundsätze teilen.

Plattform für Bildung (PED)

Kontaktperson: Józef Mozolewski, Vize-Präsident von EZA.

Wo fängt Bildung an? Schwierige Frage. Eines ist jedoch sicher, und zwar, dass Bildung eine wichtige Rolle in der Ausbildung eines jeden von uns spielt. Wie das Projekt Europa bildungsbezogen in Zukunft aussehen wird, hängt auch davon ab, wie viele junge Menschen wir für das Projekt begeistern können. Lehrer/innen leisten hier wichtige Arbeit, doch nicht immer wird das auch richtig gewürdigt. Daher beschäftigt sich unsere Plattform mit allen Arbeitnehmern/innen im Bildungssektor, unter anderem mit der Harmonisierung des familiären und des Berufslebens und tauscht Erfahrungen bezüglich der Herausforderungen in der pädagogischen Arbeit der einzelnen Mitgliedstaaten aus. Denn die sind durch die demographischen Entwicklungen, neue Technologien und einer sich verändernden Arbeitswelt gar nicht einfach zu meistern. Deshalb werden im Rahmen dieses Projekts auch Aufgaben im Zusammenhang mit lebenslangem Lernen und beruflicher Bildung durchgeführt. Aktuell sind in unserer Plattform Mitglieder aus Polen, Österreich, Bulgarien, der Slowakei, der Tschechischer Republik, Spanien, den Niederlanden, Litauen und Ungarn. Weitere Interessenten können sich gerne an unsere Kontaktperson wenden.

Plattform für junge Arbeitnehmer (PYW)

Kontaktperson: Kristina Hamm, Nell-Breuning-Haus Herzogenrath

Junge Arbeitnehmer/innen sind nicht nur die Zukunft unserer Wirtschaft, sondern auch unseres europäischen Projekts. Gerade sie litten unter der Wirtschaftskrise und den Folgen dramatisch - mit Auswirkungen die bis heute z.B. an der immer noch hohen Jugendarbeitslosigkeit in Teilen Europas und immer weniger stabilen Beschäftigungsformen für junge Menschen erkennbar sind.  Mit der Europäischen Plattform für junge Arbeitnehmer/innen wollen wir genau diese jungen Menschen unterstützen und repräsentieren. „Together we can!“ Ist das Motto unserer Plattform. Wir wollen ganz praktisch die Anzahl junger Menschen als Teilnehmer/innen und Referent/innen in unseren Seminaren erhöhen, denn Sie sind die Grundlage und Experten der Zukunft. Zusätzlich bieten wir durch unsere Plattform die Möglichkeit über die vielfältigen Herausforderungen für junge Arbeitnehmer/innen auf dem Arbeitsmarkt zu diskutieren, das Bewusstsein für diese Herausforderungen zu schärfen, sich über bewährte Praktiken und Erfahrungen auszutauschen um (gemeinsame) Handlungsoptionen zu entwickeln. Unsere Plattform setzt sich derzeit aus 30 Mitgliedern zusammen. Ein wichtiges Anliegen ist es, dass sich die EZA-Mitgliedsorganisationen noch stärker mit den Jugendfragen beschäftigen und wir wollen und können hierbei unterstützen. Jede Mitgliedsorganisation kann je zwei Teilnehmer/innen unter 36 Jahren als Vertreter/innen der Jugend schicken. Wir prüfen die Anträge und heißen die Neuen bei uns herzlich willkommen.