In den letzten Jahren hat der Glaube an die Vorteile einer globalisierten Wirtschaft, wie eine bessere Versorgung der Bevölkerung und mehr Arbeitsplätze, stark gelitten. Die Theorie, dass die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Staaten nicht nur die Wirtschaft effizienter macht, sondern auch autokratische Systeme demokratisiert, hat sich nicht bestätigt. Selbst intensive Wissens- und Technologietransfers in autoritäre Länder haben nicht zu einem fairen Handel geführt. Die Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Maßnahmen haben sich erheblich verändert, was die Funktionen der globalisierten Marktwirtschaft beeinträchtigt. In diesem Zusammenhang sind die Mitgliedstaaten und die Europäische Union gefordert. Alle drei Jahre bietet die Europäische Soziale Woche (ESW) eine Plattform, um den aktuellen Stand der europäischen Wirtschaft und die europäische Sozialpolitik zu überprüfen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Renommierte Referent:innen aus Wissenschaft, Politik und von Arbeitnehmerorganisationen diskutieren über zentrale Themen. Der soziale Dialog, der Teil des einzigartigen europäischen Sozialmodells ist, fördert die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen und hilft dabei, soziale Konflikte zu vermeiden. Darüber hinaus trägt er zu mehr Gerechtigkeit und Demokratie am Arbeitsplatz bei. Ein besseres Verständnis der grundlegenden Fragen für die Neuausrichtung der europäischen Wirtschaft ist entscheidend, wenn die Arbeitnehmerorganisationen ihren Beitrag zur Gestaltung der Wirtschafts- und Sozialpolitik leisten sollen.
ESRI (European Social Responsibility Institute)
Bruno Machiels
Tel.: +32 - 475 - 72 47 74
E-Mail: brumac(at)telenet.be
Sprachen: de, en, es, fr, it
Projektnummer: 21-06-25-AG