In diesem Projekt wird diskutiert werden, wie die 2022 verabschiedete Europäische Strategie für Pflege und Betreuung Impulse für eine zukunftsorientierte Sozialpolitik im Bereich der Pflegearbeit geben kann. Gemäß der Europäischen Säule sozialer Rechte sind die einzelnen Staaten aufgefordert, die frühkindlichen Betreuungsangebote weiter auszubauen und den Zugang zu erschwinglichen und hochwertigen Betreuungsangeboten sicherzustellen. Anhand von Beispielen und wissenschaftlichen Studien wird das Projekt die aktuelle Situation beschreiben, in der Frauen bereit sind, Karrierechancen zu opfern und ihre berufliche Laufbahn zu unterbrechen, um den sozialen Erwartungen entsprechend Betreuungsaufgaben für Kinder und andere Familienangehörige zu erfüllen. Es werden verschiedene Betreuungsmodelle aus einzelnen Ländern vorgestellt und steuerfinanzierte Kinderbetreuungsangebote mit unbezahlter Betreuung durch Eltern zu Hause verglichen.
Durch den Vergleich der Betreuungsmodelle verschiedener Länder soll aufgezeigt werden, wie unterschiedlich die Regelungen je nach kulturellem Hintergrund der Familien- und Sozialpolitik gestaltet sind. Es sollen Maßnahmen für eine gerechtere Verteilung der Betreuungsarbeit definiert und notwendige Innovationen in der Arbeits-, Sozial- und Familienpolitik gefördert werden. Der Austausch soll Impulse für einen besseren rechtlichen Schutz von Frauen und eine stärkere Einbeziehung von Männern in die familiäre Betreuungsarbeit geben.
AFB (Arbeiter-, Freizeit- und Bildungsverein)
Heidi Rabensteiner
Tel.: +39 - 0471 - 25 41 99
E-Mail: info(at)afb.bz
in Zusammenarbeit mit
IPEO (International Platform for Equal Opportunities)
Sprachen: de, en, it
Projektnummer: 04-02-26-PF