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Junge Führungskräfte

Junge Gewerkschaftsführer:innen entwickeln Führungskompetenzen im internationalen Ausbildungsprogramm von EZA

Das Europäische Begegnungszentrum – Nowy Staw Stiftung (EDS-FNS) in Lublin führt in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) ein innovatives Ausbildungsprogramm für junge Gewerkschaftsführer:innen durch. Die Teilnehmer:innen sind Gewerkschaftsführer:innen aus der Ukraine, Serbien, Albanien und Polen. Durch Zusammenarbeit und ständiges Feedback entwickeln sie Führungs-, Kommunikations- und Organisationskompetenzen.

Das Programm wurde auf der Grundlage von Analysen und Forschungen der Ignatianum-Universität in Krakau entwickelt. Zu den Ausbilder:innen und Expert:innen gehören Professor:innen dieser Universität, welche die Teilnehmenden in die Themen der zeitgenössischen Führungskompetenz einführen.

Die Teilnehmer:innen werden ermutigt, ihre eigene Identität als Führungskräfte zu entdecken, indem sie wichtige persönliche Werte, die Werte ihrer Organisationen und die Werte der Europäischen Union identifizieren. Diese Werte sollen die Grundlage für ihre zukünftigen Handlungen und Entscheidungen bilden.

Ein wichtiger Bestandteil des Programms ist auch die Entwicklung des Selbstbewusstseins, das ein besseres Verständnis der eigenen Motivationen, Stärken und Bereiche, an denen noch gearbeitet werden muss, ermöglicht.

Die Workshops werden in einem dynamischen, ansprechenden Format durchgeführt, das Simulationen, Fallstudien, Kleingruppenarbeit und individuelle Reflexion umfasst. Wie die Teilnehmer:innen betonen, ermöglicht ihnen diese Arbeitsweise nicht nur, Wissen zu erwerben, sondern vor allem auch, bestimmte Fähigkeiten zu üben – von Kommunikation und Gesprächsführung bis hin zu effektiven wertebasierten Verhandlungen.

Ziel des Projekts ist es, junge Gewerkschaftsführer:innen bei der Entwicklung der Fähigkeiten zu unterstützen, die für eine effektive Führung ihrer Organisationen erforderlich sind, sowie die nächste Generation von Führungskräften zu inspirieren und vorzubereiten. Das Programm, das Teil des Bildungsprogramms von EZA zum Aufbau der Kapazitäten von Arbeitnehmerorganisationen zur Stärkung des europäischen sozialen Dialogs ist, besteht aus drei dreitägigen Modulen, die jeweils Schlüsselbereiche der modernen Führung in der Gewerkschaftsbewegung abdecken.

In den nächsten Ausgaben werden die Teilnehmer:innen unter anderem daran arbeiten, Burnout bei Führungskräften und Teams zu verhindern, die Zusammenarbeit mit Vertretern der Generation Z aufzubauen, wertebasierte Verhandlungen zu führen, den geeigneten Führungsstil auszuwählen und ihre eigene Entwicklung sowie die zukünftiger Führungskräfte in Organisationen zu planen.

Der internationale Charakter der Gruppe fördert den Austausch von Erfahrungen und Perspektiven. Die Teilnehmer:innen betonen, dass die Workshops auf die realen Herausforderungen eingehen, denen sie in ihrer täglichen Gewerkschaftsarbeit begegnen. Die dynamische Form des Unterrichts und der praxisorientierte Ansatz machen das Programm zu einer wichtigen Unterstützung beim Aufbau einer starken, bewussten und verantwortungsvollen Führung in europäischen Gewerkschaftsstrukturen.

EDS-FNS schafft in enger Zusammenarbeit mit EZA einen Raum für Dialog und Professionalisierung für junge Führungskräfte, die in Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen und Standards des sozialen Dialogs in ihren Ländern spielen werden. Ignatianum, EDS-FNS und EZA beabsichtigen, dieses Programm in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und fortzusetzen.

Für weitere Informationen und Rückfragen kontaktieren Sie gerne unseren Kollegen Norbert Klein.