Neue Wege gehen – neue Methoden wirksam in der Bildungsarbeit einsetzen - Teil 1

Unter dem Titel „Neue Wege gehen – neue Methoden wirksam in der Bildungsarbeit einsetzen“ trafen sich mehr als 20 Bildungsverantwortliche von EZA-Mitgliedsorganisationen aus Österreich, Belgien, Kroatien, Deutschland, Spanischen, Litauen, den Niederlanden, Portugal und Rumänien vom 25. bis 28. Juni 2018 in Lissabon. Der Kurs wurde organisiert von NBH (Nell-Breuning-Haus), mit Unterstützung von EZA und der Europäischen Union.

Im Kurs wurden zunächst theoretische Grundlagen zu Bildung, ihrer geschichtlichen Entwicklung, ihrem Sinn und Zweck, ihren Akteuren und Formen angegangen. Mit der Erwachsenenbildnerin und Leiterin der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der Technischen Hochschule Köln Ilona Arcaro wurde hierzu ein Überblick geschaffen und auch die Veränderungen des Lernens und Lehrens durch Internet und Smartphone in den Blick genommen. Diese neuen Technologien erweitern sowohl beim Lernen als auch beim Lehren die Möglichkeiten in der formalen Bildung (Schule/Universität), in der non-formalen (außerschulischen) und auch der informellen (individuellen, ungesteuerten) Bildung. Einen hohen Stellenwert nahm auch die Frage der Unterscheidung zwischen Ermöglichungs-, und Erzeugungsdidaktik ein. Exemplarisch für neue Theorien wurde hier das LENA-Modell von Professor R. Arnold vorgestellt. Das Akronym „LENA“ steht für Lebendiges und nachhaltiges Lernen. Zum Abschluss des ersten Tags hat Norbert Klein vom EZA-Büro noch einmal die besonderen Anforderungen an EZA-Seminare erläutert und in den Kontext der Seminarplanung eingebunden.

Am zweiten Tag ging es im Werkstatt-Teil des Kurses darum, Bildungsmaßnahmen so anzulegen, dass die vermittelten Lerninhalte gut aufeinander aufbauen und so gestaltet sind, dass erworbenes Wissen später wirksam abgerufen und eingesetzt werden kann. Dies erfordert unter den besonderen Bedingungen europäischer Seminare mit unterschiedlichen Sprachen, Teilnehmer-Herkünften und Lernbedürfnissen starke Aufmerksamkeit. Außerdem wurden aktivierende Methoden und Techniken vorgestellt, die neue Dynamiken für das Lernen bewirken können und – auch in europäischen Bildungsveranstaltungen – einfach einzusetzen sind. In einer Planungssimulation konnten die Teilnehmer auch eigene Seminarvorhaben mit Inhalten, Seminarabläufen und Zielen einbringen und entsprechende Methoden auswählen. Die vorgestellten Planungen wurden dann mit der Expertin beraten und weitere Anregungen gegeben.

 

EZA-Bildungsprogramm 2019

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

Deutscher Betriebsrätetag 2019 in Bonn