Umwelt, Qualität und Sicherheit: Arbeitnehmer und Innovation

Am 28. und 29. September 2018 hat FEDER.AGRI. - in Zusammenarbeit mit EZA und MCL und mit dem Beitrag der Europäischen Union - ein internationales Seminar für Europastudien in Padua organisiert. Thema des Seminars: „Umwelt, Qualität und Sicherheit: Arbeitnehmer und Innovation".

An der zweitägigen Veranstaltung nahmen mehr als 70 Vertreter von Arbeitnehmerorganisationen aus Österreich, Portugal, Spanien, Kroatien, Albanien, Slowenien, Polen, Zypern und Italien teil. An den Workshops nahmen anerkannte Redner teil, darunter der Präsident von MCL, Carlo Costalli, der die Veranstaltung am ersten Tag eröffnete, und betonte, dass die Kenntnis und Verbreitung der Kultur der Arbeitssicherheit - auch angesichts der vielen Unfälle, die sich ereignen - eine der moralischen Verpflichtungen und ein Hinweis auf die zivile Entwicklung einer Nation sei. Es folgten Reden des Generalsekretärs von FEDER.AGRI., Alfonso Luzzi, der ausführlich über die Umsetzung der Schutz- und Vorbeugemaßnahmen der geltenden Vorschriften zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sprach. Weitere Redner der ersten Sitzung waren Sigrid Schraml, Generalsekretärin von EZA, Maria Adele Prosperoni von Coldiretti und der Landwirtschaftsrat der Region Venetien, Giuseppe Pan.

Der zweite Tag war ebenfalls sehr produktiv und besonders interessant dank der Beiträge hochkarätiger Redner, die am Vormittag sowohl eine allgemeine Vision als auch eine besondere Perspektive auf die Herausforderungen und Probleme der Landwirtschaft für ihre Herkunftsländer präsentierten.

Behandelte Themen:

Das Hauptthema, das während des Runden Tisches erörtert wurde, war die allgemeine Situation der europäischen Landwirtschaft, wobei insbesondere die Frage der Sicherheit der Arbeitnehmer analysiert und hervorgehoben wurde, wie die Europäische Union und ihre Politik zu einem Rückgang der Fälle von gesundheitlicher Beeinträchtigung im Zusammenhang mit der geleisteten Arbeit geführt haben. Die Einhaltung der Umweltauflagen ist eine Chance und ein Faktor für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Unternehmen, und das Engagement der EU-Länder im Agrarsektor kann wirklich eine Herausforderung in Bezug auf Ernährungssicherheit, Ressourcenknappheit, Umweltschutz und die am unmittelbarsten betroffenen Beteiligten sein. In Europa beschäftigt der Agrarsektor rund 12 Millionen Menschen, weshalb die Landwirtschaft durch den Beitrag des sozialen Dialogs als Schlüsselsektor für eine nachhaltige Wirtschaft angesehen werden muss.

Schlussfolgerungen:

Die Maßnahmen richten sich auf die Notwendigkeit, ein neues, besser koordiniertes und harmonisiertes Modell zu schaffen, das auf einen intensiveren sozialen Dialog ausgerichtet ist. Die Redner haben insbesondere die Notwendigkeit hervorgehoben, eine Phase der effektiveren sozialen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zu initiieren, um den Agrarmarkt effizienter zu gestalten. Daher wurden im Rahmen der angestrebten europäischen Verhandlungen Vorschläge zur Harmonisierung extrem ungleicher Bedingungen unterbreitet, unter denen der Innovationsprozess für die Sicherheit gefördert und unterstützt werden muss. Neben diesen Aspekten wurden auch der Handlungsbedarf und die Einbeziehung von Vermittlungsstellen hervorgehoben. Wie von mehreren Parteien betont wurde, sollte es sicherlich einen größeren europäischen Zusammenhalt in Bezug auf die Umwelt und die Sicherheit der Arbeitnehmer geben, damit der soziale Dialog zwischen den verschiedenen „Beteiligten" im Landwirtschaftssektor eine Interaktion zwischen ihnen durch den Abschluss von Vereinbarungen auf Mikro- und Makroebene herstellen kann.

EZA-Bildungsprogramm 2019

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

EZA-Sonderprojekt für Arbeitnehmerorganisationen im westlichen Balkan