Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Die Rolle von Gewerkschaften

Vom 28. Juni bis 1. Juli 2018 fand in Košice, Slowakei, ein Seminar zum Thema „Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Die Rolle von Gewerkschaften“ statt, das mit Unterstützung des EZA und der Europäischen Union vom NKOS (Nezávislé krestanské odbory Slovenska) organisiert wurde. 45 Vertreter von Arbeitnehmerorganisationen aus der Slowakei, Tschechien, Polen, Serbien, Deutschland, Litauen, Portugal, Rumänien und Zypern nahmen am Seminar teil.

Die Ziele des Projektes bestanden in der Beantwortung der folgenden Fragen:

  • Was bedeutet Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit für den Arbeitnehmer?
  • Was bedeutet Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit für den Arbeitgeber?
  • Welche Folgen haben Vorschriften und Regelungen zur Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit am Arbeitsplatz?
  • Kann man das Ziel von null Arbeitsunfällen erreichen?
  • Wie lässt sich die Zahl der Berufskrankheiten eindämmen?
  • Was bedeutet das für die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften?
  • Welche neuen Ausbildungsmethoden für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit müssen entwickelt werden?

Was war der wichtigste Aspekt des Seminars?

Arbeitnehmer sind das größte Kapital eines Unternehmens und Arbeitgeber müssen bei der Erreichung von Geschäftszielen sowie bei der Erfüllung rechtlicher und moralischer Verpflichtungen helfen, indem sie einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz bieten und aufrechterhalten. Es mag offensichtlich erscheinen, das Management von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz ist jedoch sehr wichtig, da gesunde und zufriedene Arbeitnehmer zusammen mit deren Schutz die Produktivität steigert. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit ist in Unternehmen aus rechtlichen, wirtschaftlichen und moralischen Gründen wichtig. Der Hauptzweck der Vorschriften und Regelungen zur Sicherheit und zum Gesundheits-schutz bei der Arbeit besteht darin, Arbeitnehmer vor Gesundheits- und Sicherheitsgefahren bei ihrer Tätigkeit zu schützen. Dabei werden Pflichten für alle Parteien am Arbeitsplatz und Rechte für Arbeitnehmer dargelegt. Es werden Verfahren für den Umgang mit Gefahren am Arbeitsplatz erstellt und dort die Durchsetzung des Rechts gewährleistet, wo die Einhaltung nicht freiwillig erzielt wurde. Die Teilnehmer des Seminars konnten die vorgestellten Themen sowie die Fragen zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz diskutieren, die in ihren Heimatländern Probleme bereiten. Sie tauschten sich auch über nützliche Ratschläge aus, wie wichtige Angelegenheiten im Zusammenhang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit gelöst und wie Arbeitsunfälle vermieden werden können, die zu unnötigen Todesfällen und Berufskrankheiten führen können.

Warum war das Seminar gerade jetzt wichtig?

Die Vermeidung berufsbedingter Todesfälle ist heutzutage sehr wichtig und hängt von dem Verständnis ab, dass die Sicherheit von Arbeitnehmern nicht nur in der Verantwortung der Arbeitnehmer selbst liegt, sondern die vorrangige Verantwortung der Arbeitgeber ist. Es ist zwingend erforderlich, dass sich ein Arbeitgeber mit allen potenziellen Risikofaktoren am Arbeitsplatz befasst und alle Arbeitnehmer in Bezug auf sichere Arbeitsmethoden und Risikobewusstsein weiterbildet. In jeder Branche gibt es dabei eigene Risiken, mit denen sich die Arbeitgeber entsprechend der umgesetzten Gesetze beschäftigen und die sie begrenzen müssen. Arbeitnehmer-verbände haben bei der Einführung der Gesetze und bei der Überzeugung der Arbeitgeber zur Umsetzung dieser Gesetze eine wichtige Rolle gespielt. Arbeiter bzw. Arbeitnehmer wurden in der Vergangenheit nicht gut behandelt. Sie galten lange Zeit als Sklaven und mussten unter gefährlichsten Bedingungen arbeiten. Arbeitgeber waren weder verantwortungsbewusst noch ergriffen sie Maßnahmen, um die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit müssen für die Organisation absolute Priorität haben, um Maßnahmen zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz für ihre Beschäftigten umzusetzen. Gelingt es am Arbeitsplatz nicht, die Arbeitnehmer fit und gesund zu halten, wird es zu Problemen und Fehltagen kommen, die das Unternehmen viel Geld kosten werden. Eine weitere kostspielige Folge für das Unternehmen wird der Verlust qualifizierter Arbeitskräfte, eine reduzierte Produktivität, der Verlust der Unternehmensreputation oder im schlimmsten Fall der Verlust von Leben sein. In den Ländern der EU führen Betriebsunfälle jedes Jahr durchschnittlich zu 5.720 Todesfällen. Millionen weitere Personen werden verletzt und verstümmelt oder leiden an Berufskrankheiten. Im Jahr 2015 kam es in der EU der 28 zu 3.876 tödlichen Unfällen bei der Arbeit, was im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 102 Todesfällen bedeutet. Es scheint, als würde die Anzahl von Todesfällen am Arbeitsplatz weiter zunehmen, weshalb das Thema des Seminars gerade jetzt so wichtig ist. Die Gewerkschaftsvertreter müssen ihren Einfluss geltend machen und so viel Druck wie möglich auf die Arbeitgeber ausüben, um diese Zahlen deutlich nach unten zu korrigieren.

Die folgenden Themenfelder wurden besprochen:

Freitag,29.6.2018

Die Seminarteilnehmer wurden von Milan Tóth, Vize-Präsident von NKOS Slovakia, begrüßt, der alle zu einer Besichtigung bei U.S. Steel Košice, dem größten integrierten Stahlerzeuger in der Slowakei und ganz Mitteleuropa, einlud. Die Teilnehmer hatten die einmalige Gelegenheit, in Anwesenheit von Arbeitsinspektoren des Unternehmens, einige Herstellungseinrichtungen von U.S. Steel Košice zu besichtigen, wo sie einem Vortrag über die Aufdeckung von Gefahren im Hinblick auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit und die aktive Beseitigung von Risiken in einer solchen Hochrisikobranche wie der Metallurgie beiwohnten. Die Besichtigung dauerte einige Stunden und endete mit einem Mittagessen für die Teilnehmer, das in der Firmenkantine eingenommen wurde.

1.Diskussionsforum

Thema:Gesetzgebung zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in der SlowakeiPraktische Beispiele ihrer Umsetzung beiUSSKU.S.SteelKošice.

Redner:Ing. Martin Harvan, Vertreter der Abteilung für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bei USSK – U.S. Steel Košice

Moderatorin: Zuzana Jánová, Mitglied von NKOS

Der Vortrag von Ing.MartinHarvanwar sehr ausführlich. Er sprach über die Strategie zur Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in der Slowakei für den Zeitraum von 2016-2020 und das Programm ihrer Umsetzung. Darin werden die grundlegenden Ziele und Prioritäten definiert und die wichtigsten Aufgaben im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz in der Slowakei für den Zeitraum bis 2020 aufgestellt. Die Strategie zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz wurde in Verbindung mit der Gemeinschaftsstrategie 2014-2020 erarbeitet. Die Hauptziele der Strategie zur Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz beinhalten Unterstützung bei langfristigen nachhaltigen und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, die Beibehaltung der niedrigen Zahl von Arbeitsunfällen, die 2012 erzielt worden war, und zwar insbesondere bei Arbeitsunfällen und Unfällen mit lebenslangen Folgen, sowie die Beseitigung arbeitsbedingter Gesundheitsrisiken und -gefahren, eine verbesserte Prävention und eine Stärkung der Arbeitskultur. Danach sprach er über die Einbindung der Vorschriften und Regelungen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in den Alltag bei U. S. Steel Košice. Das Unternehmen ist weiterhin auf seinen vorrangigen Kernwert fokussiert – die Sicherheit und die Gesundheit seiner Arbeitnehmer und Auftragsnehmer, die jeden Tag in der Einrichtung arbeiten. Das Unternehmen glaubt fest daran, dass die Zahl von null Verletzungen zu schaffen ist, und an diesem Ziel hält es nach wie vor fest. Die Einbindung von Carnegie Way in den Sicherheitsprozess wird die Anstrengungen zur Feststellung, Priorisierung und Beseitigung von Risiken steigern, während die gesamte Arbeitskraft in die Pflicht genommen wird. Die anhaltende Umsetzung der Grundsätze der 5A-Haushaltsführung (aus Japan: Aussortieren, Aufräumen, Arbeitsplatzsauberkeit, Anordnung zur Regel machen, Alle Punkte einhalten und verbessern) wird bei der Schaffung und Aufrechterhaltung eines organisierten, sauberen und leistungsstarken Arbeitsplatzes in allen Einrichtungen von U. S. Steel Košice helfen.

Samstag,30.6.2018

2. Diskussionsforum

Thema:Strategischer Rahmen Tschechien 2030 und seine Umsetzung im Bereich der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit.

Rednerin:Lidmila Němcová, Vize-Präsidentin von ESU, Mitglied von KAP (CZ)

Thema:Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatzgute Beispiele aus der Praxis

Rednerin:Mara Erdelj, Vorstandsmitglied von WOW und SS BOFOS (Serbien)

Thema:„Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit:Gesunde Arbeitsplätze“innerhalb des EZA-Bildungsprogramms2018

Redner:Jozef Mozolewski, Vize-Präsident des EZA (Polen)

Moderatorin: Agáta Kubinová, Mitglied von NKOS

LidmilaNěmcová sprach über die tschechische Agenda 2030, die ein strategisches Rahmendokument darstellt, in dem Ziele dargelegt sind, die in Tschechien bis 2030 erreicht werden sollen. Die sogenannte „Strategie der Strategien“ besteht aus ausführlichen Maßnahmen und Methoden zur nachhaltigen Entwicklung des Landes. Sie deckt sechs nationale Prioritätsbereiche ab: Menschen und die Gesellschaft, das Wirtschaftsmodell, widerstandsfähige Ökosysteme, Gemeinden, die globale Entwicklung und eine verantwortungsbewusste Regierungsführung. Sie konzentrierte sich auf ihre Umsetzung im Bereich der Arbeitsbedingungen und der Gesundheit. Ein höheres Maß an Individualisierung kann zu einer Schwächung der Verbands-organisation und zu einer Schwächung der Tarifverhandlungsposition führen. Der Staat muss daher alle seine Arbeitnehmer und nicht nur die Arbeitsposition wirksam und umfassend schützen.

Mara Erdelj sprach über die Vorschriften und Regelungen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Serbien. Die größte Verantwortung liegt beim Arbeitgeber, da dieser ein gesundes Arbeitsumfeld zur Verfügung stellen muss. Bezüglich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sieht das serbische Recht vor, dass es im Vergleich zu den Arbeitgebervertretern eine größere Anzahl an Arbeitnehmervertretern gibt. Ein Merkmal des serbischen Systems besteht darin, dass alle diejenigen, die sich zu Maßnahmen im Zusammenhang mit der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz verpflichten, eine fachmännische Prüfung bestehen müssen. Stressbelastung ist eines der größten Risiken am Arbeitsplatz (wie von 53% der Arbeitnehmer angegeben), 27% der Arbeitnehmer leiden unter Stress, Depressionen oder Angstzuständen, die durch die Arbeit verursacht oder verschlimmert werden. Sie führte gute Beispiele aus der Praxis bei SS BOFOS an, wie Stress bekämpft werden kann.

JozefMozolewski informierte über das nationale strategische Programm in Polen mit dem Titel „Sicherheit und Schutz des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz“. Polen besitzt ein System des sozialen Dialogs auf allen Ebenen (national, Branchen- und Unternehmensebene) und in verschiedenen Politikbereichen, darunter die Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie die Politik zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz). Er stellte zudem den Teil „Gesunde Arbeitsplätze“ innerhalb des EZA-Bildungsprogrammes 2018 vor.

3.Diskussionsforum

Thema:Lage der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in den west- und osteuropäischen EU-Ländern.

Redner: Pavel Matoušek, Generalsekretär von KOK CZ, Jelena Jureniene, Solidarumas Lithunania, Mara Erdelj, Vorstandsmitglied von WOW und SS BOFOS (Serbien), Silviu Ispas, IFES (Rumänien)

Moderatorin: Zuzana Jánová, Mitglied von NKOS

Jeder Redner stellte einen kurzen Bericht betreffen die Lage der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in seinem jeweiligen Heimatland vor.

4.Diskussionsforum

Thema:Lage der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in den west- und osteuropäischen EU-Ländern.

Redner: Malgorzata Zlotkowska, Solidarnosc (Polen), María Reina Martin, FIDESTRA Portugal, Joachim Herudek, CDA (Deutschland), Stelios Christodoulou, DEOK (Zypern)

Moderatorin: Zuzana Jánová, Mitglied von NKOS

Jeder Redner stellte einen kurzen Bericht betreffen die Lage der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in seinem jeweiligen Heimatland vor.

Praktische Übersicht des Projektes

Freitag,29.6.2018

Studienbesichtigung beiU.S.SteelKošice

Moderator:Štefan Link, U.S. Steel Košice

U.S. Steel Košice ist ein integriertes Stahl erzeugendes Unternehmen mit einer mehr als 50-jährigen Tradition und einer jährlichen Produktionsfähigkeit für Rohstahl von 4,5 Millionen metrischen Tonnen. Das Unternehmen beschäftigt fast 12.000 Menschen. Die Technologie der Stahlerzeugung hat große Auswirkungen auf die Umwelt. Produktionsprozesse werden daher konstant im Hinblick auf Umweltfolgen überwacht, Schutztechnologien werden in ihrem vollen Umfang eingesetzt und technologische Disziplin und Informationstechnologien angewendet, um die Belastung für die Umwelt, die durch die Prozesse zur Stahlerzeugung entsteht, zu reduzieren. U.S. Steel Košice bietet allen seinen Beschäftigten spezialisierte Schulungen zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz und führt Strategien ein, welche die Unfallquote mit mehr als drei Fehltagen in seinen Hochrisikoeinrichtungen reduzieren könnte. Die Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zielen weiter darauf ab, die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer durch praktische Schulungen, die Vermeidung tödlicher Unfälle und durch konkrete präventive Maßnahmen, die vom Unternehmen umgesetzt werden, zu verbessern. Die Besucher wurden darüber informiert, dass in Unternehmen wie US. Steel Košice Fragen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz aufgrund möglicher lebensbedrohlicher Verletzungen durch bewegliche Maschinen, Geräte und sonstige herunterfallende Gegenstände, Hochofenunfälle sowie durch den Kontakt mit verschiedenen giftigen Dämpfen und Chemikalien an erster Stelle kommen müssen. Aus diesem Grund müssen die Arbeitnehmer nicht wirklich Forderungen bezüglich der arbeitsbedingten Gesundheit und der Beschäftigung zum Zeitpunkt der Beratung und Information an die Arbeitgeber stellen, da das Unternehmen es von jedem Arbeitnehmer schon von Vorneherein verlangt. Die Geschäftsführung von U. S. Steel Košice hat entschieden, dass alle Arbeitnehmer, die im Betrieb und/oder in der Wartung bei U. S. Steel Košice oder dessen Tochtergesellschaften beschäftigt sind, Schulungen und Prüfungen zu den Kardinalsregeln – Programme zu Lebensgefahren bestehen müssen. Das Ziel dieser Schulungen besteht darin, theoretisches und praktisches Wissen im Zusammenhang mit den Kardinalsregeln und sonstigen Programmen zu Lebensgefahren zu erwerben und die Sicherheitsvorschriften auch in der Praxis anzuwenden. Inhalt der Schulungen zu den Kardinalsregeln:

1.         Programm zur Energiekontrolle

2.         Programm zur Arbeit in großen Höhen und Sturzprävention

3.         Programm zu beweglichen Anlagen

4.         Programm zu engen Platzverhältnissen

5.         Programm zum Umgang mit Gefahren im Zusammenhang mit Gas

6.         Programm zur Exposition von Arbeitnehmern mit geschmolzenem Metall

7.         Programm zum Kranbetrieb und zur Lastenhandhabung

Den Arbeitnehmern steht auch ein Sorgentelefon zur Verfügung, unter dem sie jegliche Bedenken, die sie in Bezug auf Fragen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz haben, oder jegliches sonstige Problem, das sie an ihrem Arbeitsplatz beschäftigt, melden können.

Allgemeine Empfehlungen – betreffen aber natürlich auch die Maschinenbau-industrie, die Elektrotechnik und die Hüttenindustrie

        1. Durch den demografischen Wandel werden wir unser Verständnis von arbeitsbedingten Risiken sowie jegliche konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit stärker auf neue Zielgruppen ausrichten müssen. Ein Ziel wird es sein, die allgemeine Gesundheit von älter werdenden Arbeitskräften so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und zu bewahren. Angesichts des anhaltenden demografischen Wandels wird das zunehmend im eigenen Interesse der Unternehmen liegen.
        2. Da eine schnell steigende Zahl von Menschen unter Stress und Burnout leidet und immer mehr junge Menschen zwischen 25 und 30 Jahren davon betroffen sind, gehörten zu den herausgestellten Ursachen ein immer schwierigeres Geschäfts-umfeld und zunehmend instabile Arbeitsverhältnisse.
        3. Die Teilnehmer wurden dazu aufgefordert, ihren Einfluss als Gewerkschafts-vertreter geltend zu machen, damit alle Arbeitsplätze in ihrem jeweiligen Heimatland die am strengsten möglichen Vorschriften und Regelungen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz aufweisen können, damit alle hart arbeitenden Mütter, Väter, Söhne oder Töchter nach einem Arbeitstag wieder sicher zu ihren Familien zurückkehren können.

 

Der neue EZA-Präsident: Luc Van den Brande

EZA-Startseminar 2018

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“