Arbeit und Legalität: Einwanderung und Integration

DAS SEMINAR

Vom 6. bis 8. Oktober 2017 fand in Tropea, Italien, ein internationales Seminar mit dem Thema "Arbeit und Legalität: Einwanderung und Integration" statt. Das Seminar wurde organisiert von Feder.Agri., in Zusammenarbeit mit MCL, der Stiftung Italiana Europa Popolare und IPCM, und gefördert durch EZA und die Europäische Union. Es war Teil der EZA-Projektkoordinierung zum Thema „Integration von Migranten und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt – Die Rolle der Arbeitnehmerorganisationen“.

59 Vertreter von Arbeitnehmerorganisationen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Polen, Albanien, Spanien, Portugal, Zypern und Italien nahmen an dem Seminar teil.

Während der geplanten Sitzungen intervenierten einflussreiche Redner, darunter der nationale Präsident von MCL Carlo Costalli, der die Arbeiten des ersten Tages eröffnete, wobei er sich auf die Notwendigkeit konzentrierte, die Legalität in der Arbeit, bei der Arbeit zu gewährleisten und die Arbeit als wesentliches Thema für eine harmonische Entwicklung der Gesellschaft anzusehen, um den sozialen Zusammenhalt zu schaffen. Außerdem nahmen teil der Generalsekretär von Feder.Agri. Alfonso Luzzi, der FAI-CISL-Generalsekretär Luigi Sbarra, der EZA-Co-Vorsitzende Piergiorgio Sciacqua, die Abgeordnete Carmen Quintanilla, Mitglied des spanischen Parlaments, der MCL-Vizepräsident Vincenzo Massara und ein junger südländischer Unternehmer Mario Romano.

DIE BEHANDELTEN THEMEN

Am ersten Tag des Seminars wurde das Thema der Schwarzarbeit und der Illegalität im Bereich der Lebensmittelindustrie mit der interessanten Intervention des Generalsekretärs der FAI CISL Italien Luigi Sbarra behandelt, der erneut auf die Bedeutung der Qualität des Unternehmens und der Arbeit hinwies. Zwei Aspekte, die zusammenmarschieren und die ernsthafte Investitionen erfordern, um Wissen und Fähigkeiten zu fördern. Eine gute und professionalisierte Arbeit, geschützt und fair bezahlt, die dem Motor des „Made in Italy“ in der Landwirtschaft Treibstoff gibt.

Der wichtige Beitrag der Abgeordneten Carmen Quintanilla, Mitglied des spanischen Parlaments, über die Notwendigkeit, Frauen in der Arbeitswelt zu bevorzugen und ihre Arbeits-, Lebens- und Einkommensbedingungen zu verbessern, muss ebenfalls hervorgehoben werden.

Die letzte Sitzung am Samstag, die mit einem runden Tisch endete, bot die Gelegenheit, die guten Praktiken zu präsentieren, die in den letzten Jahren auf europäischer Ebene entwickelt wurden, um gegen Schwarzarbeit und illegale Arbeit vorzugehen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN

In diesen Tagen wurde dank der wichtigen, aufeinanderfolgenden Vorträge nicht nur die Notwendigkeit der Integration ausländischer Arbeitskräfte hervorgehoben, sondern es war auch ein Moment, um sich mit den verschiedenen legislativen Maßnahmen zu auseinanderzusetzen, die die in Tropea vertretenen Länder in den letzten Jahren angewandt haben, um die Plage der Illegalität im Agrar-Lebensmittel-Sektor zu beseitigen. Es ist eine Aufgabe der Institutionen, sich mit Schwarzarbeit und Illegalität zu befassen, es liegt aber auch an Europa, das dazu einen sozialen Dialog durchführen muss. Gegenstand der Diskussion waren auch die Schwierigkeiten, unter denen die Unternehmen arbeiten müssen, insbesondere jene in Süditalien, die Ausbildung und die der Landwirtschaft 4.0, angesichts der Tatsache, dass in naher Zukunft Wissen mehr und mehr zählen wird.

Ein notwendiger Prozess der Innovation, der gefördert und unterstützt werden muss. Neben diesen Fragen wurden auch die Notwendigkeiten von Interventionen und die Einbeziehung von Zwischenstellen bekräftigt, um Nachfrage und Angebot an Arbeitskräften in der Landwirtschaft zu fördern und illegale Formen der Arbeitsvermittlung zu verhindern. Und schließlich, aber nicht zuletzt, die Rolle, die der soziale Dialog in der Welt der europäischen Landarbeiter als zentrales Bindeglied für den Zusammenhalt und die Integration in das soziale Gefüge im Mittelmeerraum spielt, in dem der Agrar- und Ernährungssektor und der Strom der Ankunft von Migranten hauptsächlich vorhanden ist.

 

EZA-Bildungsprogramm 2019

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

EZA-Sonderprojekt für Arbeitnehmerorganisationen im westlichen Balkan