Neue Wege gehen – neue Methoden wirksam in der Bildungsarbeit einsetzen - Teil 2

Unter dem Titel „Neue Wege gehen – neue Methoden wirksam in der Bildungsarbeit einsetzen“ trafen sich auch im zweiten Teil wieder Bildungsverantwortliche von EZA-Mitgliedsorganisationen Mitte Februar 2018 im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath/Deutschland.

Im Kurs wurden analog zur ersten Veranstaltung im Juni 2017 theoretische Grundlagen zu Bildung, ihrer geschichtlichen Entwicklung, ihrem Sinn und Zweck, ihren Akteuren und Formen angegangen. Der Schwerpunkt diesmal lag auf den Möglichkeiten der formalen Bildung (Schule/Universität), der non-formalen (außerschulischen) und auch der informellen (individuellen, ungesteuerten) Bildung unter Berücksichtigung der Digitalisierung.

Von dem Sozialwissenschaftler Prof. Ulrich Deller von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen wurde hierzu ein Überblick geschaffen und besonders die Veränderungen des Lernens und Lehrens durch Internet und Smartphone in den Blick genommen. Im Werkstatt-Teil des Kurses ging es mit der Leiterin der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der Technischen Hochschule Köln, Ilona Matheis M.A., erneut darum, Bildungsmaßnahmen so anzulegen, dass die vermittelten Lerninhalte gut aufeinander aufbauen und so gestaltet sind, dass erworbenes Wissen später wirksam abgerufen und eingesetzt werden kann. Dies erfordert unter den besonderen Bedingungen europäischer Seminare mit unterschiedlichen Sprachen, Teilnehmer-Herkünften und Lernbedürfnissen starke Aufmerksamkeit. Außerdem wurden aktivierende Methoden und Techniken vorgestellt, die neue Dynamiken für das Lernen bewirken können und – auch in europäischen Bildungsveranstaltungen – einfach einzusetzen sind.

In einer Planungssimulation konnten die Teilnehmer auch eigene Seminarvorhaben mit Inhalten, Seminarabläufen und Zielen einbringen und entsprechende Methoden auswählen. Die vorgestellten Planungen wurden dann mit der Expertin beraten und weitere Anregungen gegeben.

Im Kurs wurde klar, dass es oft möglich ist, Neuerungen auszuprobieren und aktivierende Methoden einzusetzen, ohne dafür erprobte Seminarkonzepte komplett über Bord werfen zu müssen.

Weitere Lernfelder, die EZA für sein Kursangebot in den Blick nimmt, werden die Frage nach Teilnehmerprofilen und Teilnehmergewinnung ebenso sein wie Moderatorentraining. Diese Fragestellungen sollen in den Folgekursen noch stärker im Programm verankert werden.

 

EZA-Bildungsprogramm 2019

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

EZA-Sonderprojekt für Arbeitnehmerorganisationen im westlichen Balkan