Wege dafür, den sozialen Dialog zu ebnen

Vom 28. bis 29. Oktober 2013 fand in Ohrid, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, ein Seminar über "Wege dafür, den sozialen Dialog zu ebnen" statt. Das Seminar wurde von EUROFEDOP (Europese Federatie van Het Overheidspersoneel) innerhalb des EZA-Sonderprojekts für Arbeitnehmerorganisationen im westlichen Balkan organisiert. Es wurde von EZA und der Europäischen Union unterstützt.

Die Teilnehmer an den Diskussionen und Vorträgen an diesem Seminar konnten erfahren, dass sich der soziale Dialog in den Ländern Albanien, Kosovo, Serbien, Mazedonien und Bulgarien immer noch in voller Entwicklung befindet und die beteiligten Gewerkschaften sehr bereit dazu sind, am sozialen Dialog in ihrem Heimatland teilzunehmen und sich über die Hilfe freuen, die sie von Gewerkschaftskollegen aus anderen europäischen Ländern sowie von der EZA erhalten.

In seiner Begrüßungsrede gab der Generalsekretär der Eurofedop, Bert Van Caelenberg, einen Überblick zur Situation des sozialen Dialogs in Osteuropa und den westlichen Balkanländern und betonte, dass weiterhin große Unterschiede hinsichtlich der Ergebnisse des sozialen Dialogs in diesen Ländern vorhanden sind.

Der Präsident von UNASM, Slobodan Antovski, bemerkte, dass trotz der Schwierigkeiten zu Beginn der Aktivitäten als Gewerkschaft, sie dank der europäischen Kollegen und der EZA ein Bestandteil im heutigen Wirtschafts- und Sozialrat von Mazedonien sind und über diesen Rat auch an Gesprächen mit der EU teilnehmen können.

Die Kollegen von SATSE erklärten, dass ihr Erfolg als Gewerkschaft im Gesundheitswesen Spaniens darauf zurückzuführen sei, dass die Arbeitnehmer direkt in ihrer Gewerkschaftsarbeit eingebunden sind.

Die Gewerkschaft TUFEMI aus Bulgarien lieferte Informationen über ihre gewerkschaftlichen Aktionen im Innenministerium und sagte, dass sich ihre Position als Gewerkschaft Dank der Hilfen verbessert hat, die sie von europäischen Kollegen erhalten hatten.

Njegos Potezica von der SDSS aus Serbien sagte, dass sie an Diskussionen des sozialen Dialogs über die Verwendung von Arbeitsagenturen im öffentlichen Dienst ihres Landes teilnehmen werden. In Mazedonien hat die Verwendung solcher Agenturen zu massiven Arbeitsplatzverlusten geführt.

In Albanien gibt es Pläne, nach der Telekom auch die Post zu privatisieren. Die daran beteiligte Gewerkschaft FSPTT hofft, dass dies durch eine öffentlich-private Partnerschaft erreicht wird.

Die teilnehmende Gewerkschaft aus dem Kosovo, FSP-PTK, erteilte Informationen über ihre fortgesetzten Bemühungen, für die Schaffung von Strukturen hinsichtlich eines wirklichen sozialen Dialogs in ihrem Land.