Neue Wege gehen – neue Methoden wirksam in der Bildungsarbeit einsetzen - Teil 1

Unter dem Titel „Neue Wege gehen – neue Methoden wirksam in der Bildungsarbeit einsetzen“ trafen sich Bildungsverantwortliche von EZA-Mitgliedsorganisationen aus neun Ländern Ende Juni 2017 im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath/Deutschland.

Im Kurs wurden zunächst theoretische Grundlagen zu Bildung, ihrer geschichtlichen Entwicklung, ihrem Sinn und Zweck, ihren Akteuren und Formen angegangen. Mit dem Sozialwissenschaftler Prof. Ulrich Deller von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen wurde hierzu ein Überblick geschaffen und besonders die Veränderungen des Lernens und Lehrens durch Internet und Smartphone in den Blick genommen. Diese neuen Technologien erweitern sowohl beim Lernen als auch beim Lehren die Möglichkeiten in der formalen Bildung (Schule/Universität), in der non-formalen (außerschulischen) und auch der informellen (individuellen, ungesteuerten) Bildung.

Im Werkstatt-Teil des Kurses mit der Leiterin der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der Technischen Hochschule Köln, Ilona Matheis M.A., ging es darum, Bildungsmaßnahmen so anzulegen, dass die vermittelten Lerninhalte gut aufeinander aufbauen und so gestaltet sind, dass erworbenes Wissen später wirksam abgerufen und eingesetzt werden kann. Dies erfordert unter den besonderen Bedingungen europäischer Seminare mit unterschiedlichen Sprachen, Teilnehmer-Herkünften und Lernbedürfnissen starke Aufmerksamkeit. Außerdem wurden aktivierende Methoden und Techniken vorgestellt, die neue Dynamiken für das Lernen bewirken können und – auch in europäischen Bildungsveranstaltungen – einfach einzusetzen sind.

In einer Planungssimulation konnten die Teilnehmer auch eigene Seminarvorhaben mit Inhalten, Seminarabläufen und Zielen einbringen und entsprechende Methoden auswählen. Die vorgestellten Planungen wurden dann mit der Expertin beraten und weitere Anregungen gegeben.

Im Kurs wurde klar, dass es oft möglich ist, Neuerungen auszuprobieren und aktivierende Methoden einzusetzen, ohne dafür erprobte Seminarkonzepte komplett über Bord werfen zu müssen.

Weitere Lernfelder, die EZA für sein Kursangebot in den Blick nimmt, werden die Frage nach Teilnehmerprofilen und Teilnehmergewinnung ebenso sein wie Moderatorentraining.

 

EZA-Bildungsprogramm 2019

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

Deutscher Betriebsrätetag 2019 in Bonn