Soziale Inklusion

Zahlen können die Lebenssituation der Betroffenen oft nicht ausreichend beschreiben. Dennoch lässt die Zahl, dass 78 Millionen Menschen in der Europäischen Union in Armut leben, nicht unberührt und fordert uns als Arbeitnehmerorganisationen mit christlich-sozialer Orientierung zum Handeln auf.

Als sich die ersten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die europäischen Arbeitsmärkte zeigten, entschlossen wir uns – angeregt durch die zahlreichen Projekte, die unsere Mitgliedzentren zu diesen Themenfeldern bei uns eingereicht hatten – „Soziale Inklusion“ und „Mehr und bessere Jobs“ (Beiträge zum Sozialen Dialog, Nr. 9) zu den Leitthemen zweier Projektkoordinierungen zu machen.

Die Broschüre, die Sie in den Händen halten, wertet die Ergebnisse und Erfahrungen von sieben Projekten zum Thema „Soziale Inklusion“ aus. Die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse und befristeter Verträge, die Ausweitung des Niedriglohnsektors, die Einsparungen im Bereich der Systeme der sozialen Sicherung sowie die zunehmend schwierigere Situation von Familien prägen die Lage vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa. In den Projekten wurden die Schwierigkeit der Schaffung von Arbeitsplätzen im Non-Profit-Bereich, die Förderung von Betrieben mit einem sozialen Profil, Bildung als Kernelement für die Integration in den Arbeitsmarkt und eine gerechte Entlohnung als Voraussetzung für die Überwindung von Armut neben den Motivationen, Bedürfnissen und Zielen von Gruppen mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt thematisiert. Zu letzteren zählen neben jungen und älteren Menschen auch alleinerziehende Frauen, Migranten und Asylbewerber sowie Obdachlose.

Mit den Projekten zur sozialen Inklusion sollte auch eine inhaltliche Vorbereitung der beteiligten Mitgliedzentren auf das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010 stattfinden. Wie wichtig das Thema der Europäischen Union ist, wird auch daran deutlich, dass sie die Senkung der Zahl der armutsgefährdeten Personen um 20 Millionen zu einem der fünf Kernziele ihrer neuen Strategie Europa 2020 gemacht hat.

Die Broschüre ist auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Niederländisch erschienen und kann bei EZA angefordert werden.

EZA-Bildungsprogramm 2019

Der neue EZA-Präsident: Luc Van den Brande

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“