Internationale Plattform für Chancengleichheit (IPEO)

 

Was sind die Ziele der Plattform?

In Zeiten der Wirtschaftskrise haben Frauen einen schwereren Stand auf dem Arbeitsmarkt. Daher verfolgt die internationale Plattform für Chancengleichheit das Ziel, die Beschäftigungsquote der Frauen auf dem Arbeitsmarkt im Sinne der Prinzipien sozialer Gerechtigkeit zu erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowohl Müttern als auch Vätern durch Flexicurity zu ermöglichen.

Wie arbeitet die Plattform?

Vor Ort agiert eine kleine Fachgruppe, bestehend aus fünf Frauen und einem Mann, die sich drei bis vier Mal jährlich trifft, um das jeweilige Thema und die Zielsetzungen des Jahres festzulegen. Da sich die Mitglieder dieser Fachgruppe bereits in ihrem Berufsleben mit dem Thema Chancengleichheit befassen, beeinflusst dies wiederum positiv das gesamte Weiterkommen der Plattform.

Die internationale Plattform trifft sich einmal jährlich im Herbst in Brixen (Südtirol/Italien). Diese Treffen werden dreisprachig, und zwar in Deutsch, Italienisch und Englisch, gehalten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gleichzeitig auch Referenten und somit erfolgt ein reger Austausch von Ideen, Erfahrungen, Impulsen usw.

Wer macht bei der Plattform mit?

Die Internationale Plattform für Chancengleichheit wurde 2003 von EZA ins Leben gerufen. Die derzeitigen Mitglieder sind Arbeitnehmerorganisationen aus Italien, Österreich, Deutschland und der Tschechischen Republik. Nach und nach will sie den Kreis der Mitglieder auf andere Länder ausdehnen.

Im Jahr 2012 hat sie sich mit dem Thema „Wie kann die Herstellung von Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt beschleunigt werden?“ beschäftigt. 2013 durchleuchtete sie die „Die Rolle von Arbeitnehmerorganisationen zur Erreichung eines höheren Beschäftigungsanteils von Frauen“ und im September 2014 widmet sie sich dem Thema „Berufs- und Lebenssituationen von Frauen ab 50“.

Wer soll mit der Arbeit der Plattform erreicht werden?

Die Plattform möchte mit ihrer Arbeit vor allem das Bewusstsein für bestimmte Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Chancengleichheit bei Arbeit und Entlohnung, gläserne Decke, zu wenig flexible Arbeitszeitmodelle, schwieriger bzw. nachteilbehafteter Wiedereinstieg in den Beruf aufzeigen. Weitere Herausforderungen sind die Aufteilung der Familienverantwortung, die Verbesserung der Wahrnehmung der Erziehungs- und Pflegeaufgaben durch Väter, die einseitige Förderung der Doppelrolle der Frau, der Rückgriff auf die Herdprämie in Krisenzeiten, der fehlender Abbau von Gleichstellungshürden usw. Dies sind auch wichtige Themenfelder im Bereich der Sozialpartnerschaft und des sozialen Dialogs.

Wer kann mitmachen und wie kann man mitmachen?

Die Plattform kann noch erweitert werden, bevorzugt sind Expertinnen und Experten aus Ländern, die derzeit noch nicht in der Plattform vertreten sind.

Wer von seiten von Arbeitnehmerorganisationen Interesse hat, an der Plattforum mitzuwirken, und im Bereich Chancengleichheit berufliche oder ehrenamtliche Erfahrungen mitbringt, kann sich gerne an Heidi Rabensteiner wenden.

Kontaktperson:

Heidi Rabensteiner (Arbeiter-, Freizeit- und Bildungsverein AFB)

E-Mail: info@afb.bz

 

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