EZA-Sonderprojekt für Arbeitnehmerorganisationen im Westlichen Balkan

Die Länder des westlichen Balkans sind auf dem Weg, ihre Beziehungen zur EU zu stabilisieren, zu intensivieren und streben teilweise auf lange Sicht eine Mitgliedschaft an. Auch Arbeitnehmerorganisationen aus der Region vernetzen sich in immer stärkerem Maße mit Partnern in der EU. Innerhalb von EZA ist dies seit einigen Jahren der Fall. Etliche EZA-Partner pflegen seit langem Beziehungen mit entsprechenden Organisationen in der Region und stellen dabei erheblichen Bedarf bei der Gestaltung des sozialen Dialogs fest. EZA hat sich daher seit dem Bildungsjahr 2012/2013 in einem Sonderprojekt die Stärkung des sozialen Dialogs in dieser Region als Schwerpunkt gesetzt.

Ziel ist es, Erfahrungen in Länder des westlichen Balkans und in EU-Ländern über die Gestaltung des sozialen Dialogs auf unterschiedlichsten Ebenen auszutauschen und Strategien zum Aufbau und zur Stärkung tragfähiger Strukturen des sozialen Dialogs in der Region angepasst an europäische Vorgehensweisen zu entwickeln. Dabei werden auch entsprechende Kenntnisse und europäische Werte diskutiert und vermittelt und ein Bewusstsein für sozialpartnerschaftliche Verhaltens- und Lösungsansätze gebildet, gestärkt und erweitert. 

In unterschiedlichen Öffnet internen Link im aktuellen FensterBildungsveranstaltungen (Seminaren und Arbeitsgruppen) wird die Situation von Arbeitnehmern in der Region westlicher Balkan mit Blick auf betroffene Sektoren, Arbeitsbeziehungen, Vorgehens- und Verhaltensweisen von Sozialpartnern, staatlicher Stellen und weiterer Akteure analysiert, unterschiedliche Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze identifiziert und Umsetzungsstrategien dazu entwickelt. Dabei werden die Arbeitnehmerorganisationen aus den Ländern des westlichen Balkans nicht nur mit Partnern aus EU-Ländern zu vernetzt, sondern auch lokale Netze gefördert. Außerdem werden Kenntnisse zum sozialen Dialog, zu Werthaltungen und Vorgehensweisen im Hinblick auf Sozialpartnerschaft, zu Arbeitnehmerrechten (insbesondere in Bezug auf Schutzrechte zur Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit von Arbeitnehmerorganisationen) in der EU vermittelt.

Dazu werden auch Fragen der Kollektivvertragsgestaltung, des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz, sowie allgemeine Fragen der Beschäftigungs- und Berufsbildungspolitik gehören. Teilnehmende sind sowohl aus Ländern des westlichen Balkans, als auch aus EU-Mitgliedsstaaten.

Dieses Projekt ist stark mit dem europäischen Gedanken verbunden, weil einerseits der bewusste Transfer europäischer Wertvorstellungen ebenso angestrebt wird, wie die Vernetzung und Verstärkung der Bindungen von Arbeitnehmerorganisationen aus den Ländern des westlichen Balkans mit entsprechenden Organisationen aus der EU.

 



Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

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