Delegation aus Tunis zu Besuch in Königswinter

Photo: Fleischmann/EZA

EZA-Generalsekretärin Sigrid Schraml bei der Vorstellung des Bildungsprogramms. Photo: Fleischmann/EZA

Sozialer Dialog nach europäischem Vorbild, Arbeitsgerichtsbarkeit und Digitalisierung – nur drei Stichworte, die die Delegation der Hochschule für Wirtschaft und Handel Tunis (Ecole Supérieure des Sciences Economiques et Commerciales de Tunis/ESSECT) gemeinsam mit ihren Partnern im Arbeitnehmerzentrum Königswinter behandelt haben.

Die Bildungsreise ist durch eine Partnerschaft mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) entstanden und erfolgt in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und dem Europäischen Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA). Finanziert wurde das Projekt durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Die Zusammenarbeit soll Studierenden und Lehrenden Lerninhalte zu Sozialpartnerschaft und zur Konfliktschlichtung in Betrieben im Sinne der Subsidiarität vermitteln. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung eines Leitfadens. „Für uns ist das eine tolle Gelegenheit den Sozialen Dialog hier in Deutschland kennen zu lernen“, sagte Ghayda Thabet vom Länderbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Tunis, „das gilt ebenso für die europäische Dimension.“

Vortragsthemen waren unter anderem eine Vorstellung des Bildungsprogramms von EZA von Generalsekretärin Sigrid Schraml. Danach erörterte der Vorsitzende der Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V.,  Karl Schwiewerling die Strukturen, Akteure und Prozesse der Sozialpartnerschaft in Deutschland.

Am zweiten Seminartag stellte der ehemalige Abgeordnete des Europäischen Parlamentes Claude Rolin die historische Entwicklung des sozialen Dialogs in europäischer Dimension dar und gab einen Ausblick in die Zukunft.

Weitere Themenschwerpunkte waren eine Vorstellung des dualen Ausbildungssystems in Deutschland, der Arbeitsgerichtsbarkeit und der Digitalisierung von Arbeit.

Nach den beiden Seminartagen in Königswinter setzte die Delegation ihre Reise mit einem Unternehmensbesuch und einem Fachgespräch im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Treffen mit relevanten Akteuren in Berlin fort.

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