Aufruf zur Beteiligung am Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober – Stopp der Profitgier

„Stopp der Profitgier“ ist das Motto des diesjährigen Welttags für menschenwürdige Arbeit, der am 7. Oktober zum zehnten Mal stattfindet. Überall auf der Welt haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterhin unter der anhaltenden globalen Wirtschaftskrise und der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse zu leiden. Das globale Lieferkettenmodell, das die Weltwirtschaft heute beherrscht, untergräbt menschenwürdige Arbeit und führt – wie auch manche neue Beschäftigungsformen - zu immer mehr Ausbeutung und Ungleichheit.

Aus diesem Grund werden die Gewerkschaften am 7. Oktober erneut Aktionen, Veranstaltungen und Aktivitäten organisieren, um weltweit menschenwürdige Arbeit und die uneingeschränkte Achtung der Arbeitnehmerrechte einzufordern.

Das Europäische Zentrum für Arbeitnehmerfragen (EZA) setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themenblöcken „Gute und menschenwürdiger Arbeit“, „Erwerbsarmut“, dem EU-Beschäftigungspaket und der hohen Jugendarbeitslosigkeit auseinander. Die Erarbeitung wissenschaftlicher Studien zu diesen Themen und die Durchführung zahlreicher Seminare durch die EZA-Mitgliedzentren unterstreichen das besondere Interesse und Engagement von EZA als Netzwerk christlich-sozialer Arbeitnehmerorganisationen in diesem Bereich.

Eine der wesentlichen Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit der Thematik ist, dass die Arbeitsplatzqualität ein Eckpfeiler für die Schaffung einer integrativen Gesellschaft in einem Europa ist, das immer noch mit den Nachwirkungen der Krise zu kämpfen hat. Die Arbeitsplatzqualität muss u.a. im Rahmen der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen mehr Aufmerksamkeit erfahren.

Im Sinne der Enzykliken „Rerum novarum“ und „Laborem exercens“, die die Arbeit als Schlüssel der sozialen Frage ansehen, fordert EZA, die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit und die uneingeschränkte Achtung der Arbeitnehmerrechte in den Mittelpunkt der Bemühungen der Europäischen Union und der nationalen Regierungen zu stellen, um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Europa zu erreichen, das den Bedürfnissen der Menschen Rechnung trägt.

EZA unterstützt die Mobilisierung aller Gewerkschaften, die durch den Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) seit 2008 initiiert wird, und ruft seine 71 Mitgliedzentren dazu auf, sich am 7. Oktober am Welttag für menschenwürdige Arbeit zu beteiligen.

EZA-Bildungsprogramm 2019

Der neue EZA-Präsident: Luc Van den Brande

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“