Nachgefragt: Bartho Pronk, Präsident von EZA

-Was war dein erster Gedanke nach der Wiederwahl?

Ich hatte natürlich mehrere Gedanken. Zunächst einmal habe ich ein Gefühl der Dankbarkeit verspürt, meine erste Amtszeit zu einem guten Ende gebracht zu haben. Außerdem verspüre ich eine große Vorfreude auf alles, was in der nächsten Zeit in meiner Arbeit für und mit EZA ansteht.

-Was motiviert dich, weiterhin als Präsident für EZA aktiv zu sein?

Ich glaube, dass der Soziale Dialog eine Hauptaufgabe für EZA ist, ebenso, all unsere Mitgliedzentren und auch die Mitgliedskandidaten zusammenzubringen. Ich glaube, dass das sehr wichtig ist. Der Soziale Dialog ist in unserer europäischen Kultur tief verwurzelt, wird aber noch nicht überall gut verstanden und umgesetzt, vor allem in der Krise ist er oft vernachlässigt worden. Es ist sehr wichtig, dass wir den Gedanken des Sozialen Dialogs erhalten, weiterbringen und auch weiterentwickeln, vor allem in den Ländern, in denen das noch nicht genügend passiert.

-Was sind deine Ziele mit und für EZA in den nächsten vier Jahren?

Es gibt natürlich Dinge, die sowieso getan werden müssen… Aber ein Ziel wird sein, die Qualität unserer Programme weiter zu verbessern. Das ist mir sehr wichtig. Wir müssen zurück zu unseren Wurzeln, aber mit modernen Mitteln. Zweites wichtiges Ziel ist die Orientierung von EZA hin zu Ländern, in denen EZA noch keine Mitglieder hat. Ein wichtiges Projekt in diesem Zusammenhang ist das Sonderprojekt für die Arbeitnehmerorganisationen im Westlichen Balkan, das in meiner ersten Amtszeit begonnen wurde. Da waren wir inhaltlich schon sehr erfolgreich, und ich denke, dass wir das in den nächsten vier Jahren noch weiter voranbringen können. Wir haben mehrere neue Mitgliedskandidaten, mit denen EZA in Zukunft inhaltlich zusammenarbeiten kann. Und es gibt in Europa noch einige Länder, in denen EZA noch keine Mitglieder hat, sehr wenige zwar, aber mein Ziel ist es, dass auch sie in den Kreis des EZA-Netzwerks aufgenommen werden.

-Was zeichnet den Co-Präsidenten Piergiorgio Sciacqua in drei Stichworten aus?

Ich schätze Piergiorgio sehr als kompetenten und zuverlässigen Partner, da ich als Präsident natürlich nicht alle EZA-Seminare besuchen kann und nicht zu allen Mitgliedzentren gleichermaßen Kontakt halten kann. Außerdem zeichnet er sich aus als profunder Kenner der süd- und südosteuropäischen Länder, sehr zum Vorteil für das gesamte EZA-Netzwerk.

EZA-Bildungsprogramm 2019

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze: Gefährliche Substanzen erkennen und handhaben“

Deutscher Betriebsrätetag 2019 in Bonn