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IPEO – Internationale Plattform für Chancengleichheit

Die Internationale Plattform für Chancengleichheit IPEO wurde 2003 gegründet. Sie wurde aufgrund der Feststellung ins Leben gerufen, dass die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern in den einzelnen Mitgliedsländern der EU und den Beitrittskandidaten noch immer sehr unterschiedlich ist. Des Weiteren war erkannt worden, dass es von der gesetzlichen Gleichstellung zur praktischen Umsetzung noch ein sehr weiter Weg sein kann, da die politischen und sozialen Voraussetzungen für Chancengleichheit nicht in allen Ländern gleich sind.

Die Plattform, die von Carmen Ionescu (CSDR) und Francisco Rivas Gómez, stellvertretender Generalsekretär von EZA, koordiniert wird, beschäftigt sich ganz grundsätzlich mit der Thematik der Chancengleichheit auf europäischer Ebene. Dabei wird durch einen kontinuierlichen europaweiten Austausch die Situation von Männern und Frauen hinsichtlich ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt eruiert und die gesellschaftlichen Partizipationsmöglichkeiten beider Geschlechter analysiert. Außerdem befasst sie sich mit den Entwicklungen demographischer Veränderungen und den daraus erwachsenden Konsequenzen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den jeweiligen Ländern.

Ziele der Plattform sind die Förderung des Gender Mainstreaming innerhalb der Strukturen von EZA, Pflege und Aufbau von Kontakten zu Parlamentariern, die Festlegung von Inhalten und Positionen sowie Kontakte zu Verbänden und Organisationen. Zu diesem Zweck finden regelmäßige Treffen statt.

Darüber hinaus versteht sich die Plattform als Forum für einen Informationsaustausch hinsichtlich der genannten Thematik, die Seminare und Projekte von EZA entsprechend bereichert und mit formulierten Schlussfolgerungen und Ergebnissen die Verbindung zur politischen Ebene sucht.

Länderübergreifend wurden Recherchen mit dem Schwerpunkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf durchgeführt, die „Best Practice“-Beispiele zu diesem Thema beinhalten und schon bei verschiedenen EZA-Seminaren präsentiert werden konnten.

Mitinitiiert durch die Plattform konnte von Oktober 2005 bis Dezember 2006 ein erstes EU-gefördertes Gleichstellungsprojekt zum Thema „Männer und Väter in Familie und Beruf – Herausforderungen in Praxis, Politik und Gesellschaft“ erfolgreich durchgeführt werden. Das Nachfolgeprojekt mit dem Thema „Entwicklung und Durchführung von Strategien zur Gründung und Optimierung von kommunalen Instanzen zur Gleichstellung von Frauen und Männern“ begann wurde zwischen Dezember 2006 und Februar 2008 durchgeführt.

Mitglieder der Plattform sind derzeit neben EZA selbst folgende Organisationen:

  • Arbeitnehmerzentrum Königswinter (AZK), Deutschland
  • Arbeiter-, Freizeit- und Bildungsverein (AFB), Südtirol/Italien
  • Associação para a Formação, Investigação e Desenvolvimento Social dos Trabalhadores (FIDESTRA), Portugal
  • Association of Social Advisers and Supervisors (ASP), Slowakei
  • Base-Frente Unitária de Trabalhadores (Base-F.U.T.), Portugal
  • Centro Social de Trabajadores (CST), Spanien
  • Ente Nazionale per la Formazione e l’Addestramento dei Lavoratori (EFAL), Italien
  • European Christian Workers Movement (ECWM), Belgien
  • European Midfield (EUROMF), Belgien
  • Europejski Dom Spotkań - Fundacja Nowy Staw, Polen
  • Fondazione Luigi Clerici (FLC), Italien
  • Movimento Cristiano dei Lavoratori (MCL), Italien
  • Federação dos Trabalhadores Democrata-Cristãos (FTDC), Portugal
  • Unión sindical obrera (USO), Spanien