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Bildung ist unser Betätigungsfeld – Bildung auf europäischer Ebene für alles, was mit Arbeit und sozialem Dialog zu tun hat, und zwar in allen Ländern der Europäischen Union.
Worauf es für den Arbeitnehmer ankommt, ist, das Beste von sich selbst zur Entfaltung bringen zu können, um dies dann über die Arbeit für sich selbst und für andere dienstbar zu machen.
Weiterhin geht es um das Recht auf Arbeit, auf menschenwürdige Arbeit – Ökonomie im Dienste des Menschen – das heißt teilnehmen können, im Betrieb miturteilen und mitentscheiden durch einen ausgereiften sozialen Dialog. Das bedeutet auch solidarisch sein mit denen, die weniger intelligent, schnell oder gesund sind – Solidarität mit den Jüngeren und Älteren, mit Männern und Frauen hier bei uns und in allen Kontinenten, unabhängig von der Hautfarbe oder Religion – Solidarität mit der Erde, der Natur und mit der ganzen Schöpfung.
Mit EZA, unserem europäischen Netzwerk aus über sechzig christlich-sozialen Arbeitnehmerbewegungen und Bildungszentren in fast allen Ländern Europas, ergreifen wir die Initiative, um die sozialen Herausforderungen in Europa klar und realistisch darzustellen, um sie aus unserer christlich-sozialen Perspektive zu beurteilen und um dann Ansätze für mehr soziale „Schlagadern“ in der freien Marktwirtschaft zu bieten. Der Soziale Dialog zwischen repräsentativen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen in allen Betrieben und Bereichen ist ein besonderes Instrument, um die soziale Kohäsion zu fördern. Dieser eigene Dialog der Gewerkschaften und Arbeitgeber kann durch eine große Gruppe von Nichtregierungsorganisationen, die sich für die soziale Gerechtigkeit einsetzen, unterstützt, verstärkt, mitgetragen und inspiriert werden.
Die Essenz von Bildung ist, dass man lernt, weiter zu blicken als nur bis zur eigenen Nasenspitze. Man lernt aus den Einsichten und Erlebnissen der anderen. Man kann besser urteilen, weil man den Zusammenhang der Probleme zu entdecken lernt. Man lernt die Gepflogenheiten, Traditionen und die Umgangssprache der verschiedenen Länder verstehen.
Bildung beinhaltet auch die Aufforderung, niemals mit der Analyse der Tatsachen aufzuhören. Es kommt darauf an, die sozialen Realitäten aus unserer weitgefächerten christlichen, sozialen und ethischen Sichtweise heraus zu beurteilen, zu deuten und zu interpretieren.
Der dritte Schritt, zu dem Bildung führen muss, ist, dass wir die Ärmel hochkrempeln und konsequent Verantwortung übernehmen – egal wie bescheiden oder begrenzt der Beitrag des einzelnen auch sein mag.
EZA bietet hierzu Chancen!