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Mit seinem Bildungsprogramm greift EZA aktuelle Themen des Europäischen Sozialen Dialogs auf. Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitnehmerorganisationen aus der Europäischen Union und den Beitrittskandidatenländern tauschen ihre Erfahrungen auf den zwei- bis dreitägigen Veranstaltungen aus und diskutieren über europaweit anwendbare Ergebnisse.
Seit 2005 führt EZA in seinem Bildungsprogramm Forschungsprojekte durch und verbindet damit drei Anliegen:
- Zum einen möchten wir durch eine wissenschaftliche Untersuchung von in den Seminaren aufgeworfenen Fragestellungen die inhaltlichen Diskussionen in zukünftigen Seminaren bereichern.
- Zum anderen möchten wir einen qualifizierten und wissenschaftlich gestützten Beitrag zur sozialpolitischen Debatte in Europa aus der Perspektive von Arbeitnehmerorganisationen, die mit der jeweiligen Thematik sowohl in ihrer Bildungsarbeit, als auch in ihrer täglichen Arbeit an der Basis befasst sind, leisten.
- Des Weiteren möchten wir fundierte Handlungsempfehlungen und Materialien für die Arbeit der Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter in ihrem betrieblichen Umfeld entwickeln.
Einen Überblick über die Forschungsprojekte der vergangenen drei Jahre finden Sie hier:
Im Jahr 2007 führte EZA zwei Forschungsprojekte durch.
Lesen Sie eine Einführung in das Projekt „Migration an den Außengrenzen der EU und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte“ in EZA-Aktuell 2.
Ausgehend von der Annahme, dass die Investition in die Soziale Sicherheit zu einer sozialen Wertschöpfung führe, untersuchte EZA im zweiten Forschungsprojekt des Jahres 2007 die Vereinbarkeit von Flexibilität und Sicherheit, das in der europäischen Politik derzeit vieldiskutierte Konzept der Flexicurity.
Eine Einleitung in das Projekt finden Sie hier:
Der demographische Wandel steht im Kontext vieler im Sozialen Dialog in Europa verhandelten Fragen. Angesichts einer sich verändernden Alterspyramide rückt zunehmend die Finanzierbarkeit der Systeme der Sozialen Sicherung in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte.
Diese ist aber auch deshalb in Gefahr, weil die Erwerbslebenszeit der Arbeitnehmer sinkt: Immer mehr Menschen werden frühzeitig in Rente geschickt; junge Menschen finden immer später einen festen (sozialversicherungspflichtigen) Arbeitsplatz. Ziel des Forschungsprojekts war es, vor diesem Hintergrund die Integration von jüngeren und älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt durch flexible Arbeitszeitmodelle zu untersuchen. In diesem Rahmen wurden in Deutschland, Estland, Finnland, Kroatien und Portugal Best Practice-Beispiele gesammelt und ausgewertet.
Das Inhaltsverzeichnis der Publikation können Sie einsehen unter:
Das Buch ist im Shaker-Verlag in Deutsch, Englisch und Spanisch erschienen.
Im Rahmen des ersten Forschungsprojekts von EZA wurden zum Thema „Gleichberechtigung von Frauen und Männern – Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ zusammen mit den Organisationen Training Centre Pro Patria Union, Estland, Confédération Française des Travailleurs Chrétiens (CFTC), Frankreich, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Deutschland, Arbeiter-, Freizeit- und Bildungsverein (AFB), Italien, Lega delle Cooperative di Bolzano, Italien, ProActif, Luxemburg, Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschafts-Bond (LCGB), Luxemburg, Confederatiei Sindicatelor Democratice din România (CSDR), Rumänien, BASE-Frente Unitária de Trabalhadores (BASE-F.U.T.) Portugal, Nezávislé krestanské odbory Slovenska (NKOS), Slowakei, und Centro Social de Trabajadores (CST), Spanien, Best-Practice-Beispiele und Länderberichte gesammelt und ausgewertet. Am Ende des Forschungsprojekts stand eine Publikation, die in vier Bänden die Thematik vorstellt und diskutiert. Neben einem generellen Überblick gibt es detaillierte Informationen zu 14 europäischen Ländern und verschiedenen Best-Practice-Beispielen sowie einen Leitfaden für Seminare.
Eine Zusammenfassung können Sie unter dieser Adresse lesen:
Die Inhaltsverzeichnisse der vier Bände können Sie einsehen unter:
Verfügbare Sprache: Bd. 1: EN, Bd. 2: EN, Bd. 3: EN, Bd. 4: EN
Die Bände sind in Englisch im Shaker-Verlag erschienen.
Im Rahmen der Forschungsarbeit von EZA wurde im Februar 2006 eine Forschungsgemeinschaft zwischen EZA, dem Hoger Instituut voor de Arbeid (HIVA) und dem Lëtzebuerger Chrëschtleche Gewerkschafts-Bond (LCGB) gegründet, die die Zusammenarbeit in diesem Gebiet vertiefen soll.
Matthias Homey, Tel. ++49-2223-2998-28, Kontakt per E-Mail