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Papst legt Sozial-Enzyklika vor

Die lang erwartete Sozial-Enzyklika von Papst Benedikt XVI. wurde am 7. Juli 2009 veröffentlicht, einen Tag von dem G8-Gipfel in L’Aquila. Das dritte Lehrschreiben des Papstes mit dem Titel „Caritas in Veritate“ (Liebe in Wahrheit), das ganz in der Tradition der Soziallehre der katholischen Kirche steht, befasst sich mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit und geht auch auf die Finanz- und Wirtschaftskrise ein. Wichtigstes Thema sind ethische Normen und die Entwicklung der Menschen im Zeichen der Globalisierung. „’Caritas in veritate’ nimmt soziale Themen auf, die in der Enzyklika meines Vorgängers Paul VI. mit dem Titel ‚Populorum progressio’ 1967 beschrieben worden sind. Mein Schreiben soll einige Aspekte der allgemeinen Entwicklung unserer Zeit vertiefen – im Licht von Liebe und Wahrheit“, sagte der Papst eine Woche zuvor beim Angelusgebet.

EZA als Netzwerk christlich-sozialer Arbeitnehmerorganisationen, die sich auf die christliche Soziallehre berufen, fühlt sich durch die Enzyklika in seiner Arbeit bestätigt, betont der Papst doch unter anderem eine Rückbesinnung auf ethische Grundlagen, wie in etlichen EZA-Seminaren zum Thema Finanz- und Wirtschaftskrise gefordert wurde. Die Inhalte der Enzyklika werden ihren Niederschlag auch im Dialog zwischen Gewerkschaften und Kirche finden, den EZA seit einigen Jahren durch eine Seminarreihe fördert.